Klang. Sprache. Sinn. Virtuosität. 

 

Der Reichtum an Klangfarben, die Stilsicherheit und die zupackende Vituosität im Spiel der deutsch-japanischen Violinistin Elisabeth Yohko Glass werden von der Presse hervorgehoben, von „schlafwandlerischer Sicherheit im Umgang mit den Gesetzen musikalischer Logik“ und von „herrlicher Innigkeit und Noblesse“ (Der Tagesspiegel, Berlin) ist die Rede.

Ihr Auftritt bezaubert und fasziniert das Publikum, auf der großen Bühne der Berliner Philharmonie genauso wie bei intimen kammermusikalischen Auftritten.

Elisabeth ist eine der vielseitigsten Geigerinnen ihrer Generation. Neben ihrer Anstellung als stellvertretende 1.Konzertmeisterin im Orchester der Deutschen Oper Berlin, tritt sie als Konzertsolistin und Kammermusikerin auf und ist ebenfalls eine gefragte Lehrerin.

 

Elisabeth Glass machte als Wunderkind auf sich aufmerksam. Nach dem 1.Preis mit Auszeichnung bei "Jugend musiziert" gab sie mit gerade erst fünfzehn Jahren ihr Debüt als Solistin beim Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin. Sie war Preisträgerin bei "Concertino Praga", Stipendiatin des Deutschen Musikrats und der Jürgen-Ponto-Stiftung. Die Stiftung stellte ihr die Violine "Triton" von A.Stradivari zur Verfügung, mit der sie jahrelang konzertierte.

Als jüngste Teilnehmerin, mit sechzehn Jahren, wurde sie beim internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerb in England mit dem 1.Preis, und dem J.S.Bach-Preis ausgezeichnet.

Es folgte ihr Debüt mit dem Berliner Philharmonischen Orchester unter Sir Yehudi Menuhin. Die Konzerte erregten großes Aufsehen und markierten den Beginn ihrer Karriere als Konzertsolistin.

Seitdem trat sie mit renommierten Orchestern in Europa und Japan auf, wie u.a. dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Orquestra Nacional d´Espagna, Rai Napoli und Genova, der Staatskapelle Berlin, wiederholt mit den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestra Santa Cecilia Rom, der Radiophilharmonie des NDR, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, den Bamberger Symphonikern, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem English Chamber Orchestra und der Tschechischen Philharmonie Prag unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, Kurt Masur, Christian Thielemann, Michael Tilson-Thomas, Jiri Belohlavek, Rafael Frühbeck de Burgos, Horst Stein, Christopher Hogwood, Jesus Lopez Cobos, Marcello Viotti, Vladimir Fedoseev und Marc Albrecht.

Im Rahmen bekannter Kammermusikreihen und Festivals wie den Berliner Festwochen, Spectrum Concerts Berlin und dem Kuhmo Chambermusic Festival widmete sie sich immer wieder der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen, dabei musizierte sie u.a.mit Jens-Peter Maintz, Thomas Zehetmair, Markus Groh, Viviane Hagner, Ib Hausmann, Wenzel Fuchs, Holger Groschopp, Hagai Shaham, Erika Le Roux.

Elisabeth Glass stammt aus einer Musikerfamilie und erhielt ihren ersten Unterricht zu Hause, wurde dann Schülerin von Saschko Gawriloff und Thomas Brandis, studierte später bei Igor Ozim, Zakhar Bron, Thomas Zehetmair und Uwe-Martin Haiberg, bei dem sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie außerdem von Nathan Milstein, an dessen Meisterkurse in Zürich sie regelmäßig teilnahm.

 

Vom einstigen Wunderkind hat sie sich zu einer ausdrucksstarken und souveränen Künstlerpersönlichkeit entwickelt, die die Auseinandersetzung mit den großen Werken der Literatur in vollen Zügen genießt.

Eine eigene Konzertreihe gestaltet sie mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt. Konzerte führten sie in letzter Zeit nach Japan und ins europäische Ausland.

Das Unterrichten spielt eine wichtige Rolle, während ihrer Studienzeit war sie Assistentin von Prof. U.-M.Haiberg. Heute unterrichtet sie mit Erfolg im Rahmen der orchestereigenen Akademie. Ihre drei Kinder sind inzwischen selbst erfolgreiche Streicher, Preisträger von Wettbewerben und studieren an verschiedenen Hochschulen. Zu Hause widmen sie sich gerne der Kammermusik im Familienkreis, wobei Elisabeth vorzugsweise zur Bratsche greift.

 

Sie spielt ein außerordentlich gut erhaltenes Instrument von Joseph Rocca, 1847, einer Leihgabe aus Privatbesitz.

 

 

Dezember 2019